Gastbeitrag Kaninchen: Borscht – Borsch – Borcht – oder wie auch immer man diese ukrainische/russische Suppe nennt

Sauerkraut ist reich an Vitamin C und laesst sich wunderbar uber Winter konservieren, das ist wohl der Grund warum es einige Gerichte in den kalten Laendern Eurasiens mit Sauerkraut gibt.
Es gibt eine Unmenge an verschiedenen Variationen dieses Rezepts im Internet, was wohl auch daran liegt, dass man nicht immer die gleichen Zutaten findet. Was nie fehlen darf ist Wasser (haha!), Salz (nochmal haha!), rote Beete, Kartoffeln und Weisskohl. Die folgenden Bilder sind waehrend eines Kochabends an der Ostkueste der USA entstanden und belegen wohl, dass die Zutaten (leicht abgewandelt) nahezu ueberall zu finden sind. Also ran an den Topf 
Zutaten (3 Personen mit gutem Appetit)

  • Weisskohl – Haelfte eines kleinen Kohlkopfes (Sauerkraut geht auch, man muss ihn aber gut vom Essig abspuelen.) 
  • Rote Beete – eine (250ml) Dose mit vorgekochter RB. (frische geht auch muss aber laenger gekocht werden) 
  • Kartoffeln – 3 
  • mittlere Moehre – 1 
  • Zwiebel – 1 
  • Knoblauch – 3 Zaehen 
  • Fleisch(am besten Schwein/Rind mit dem Knochen, man kann auch Huhn nehmen 1) – 200gr 
  • Pflanzenoel – 1 Essloeffel 
  • Tomatenmatk – 3 Essloeffel 
  • Lorbeer – 2 Blaetter 

Zubereitung 

1) Der langwirigste Teil der Zubereitung ist die Vorbereitung der Fleischbruehe. Wenn man einen Schnellkochtopf (~45min) verwendet, geht es schneller, wenn nicht, dann dauert es je nach Dicke der Fleischstuecke etwas laenger. Aber warten lohnt sich. Nicht Vergessen das Wasser zu salzen und Lohrbeetblaetter dazuzugeben. Fuer eine (SEHR LECKERE) vegane Version, kann man diesen Schritt ueberspringen und einfach etwas Gemuesebruehe verwenden.

2) Waehrend das Fleisch kocht, kann man den zweiten Schritt wunderbar ausfuehren. Naemlich, Zwiebel schaelen wuerfeln und in einer Pranne im Oel anduensten, dann (ggf geschaelte und) geraspelte Karotten zusammen mit Tomatenmark dazugeben, gut durchmischen und weiter anbraten bis es eine gleichmaessig bordaux-rote Masse geworden ist.
3) Sobald das Fleisch fertiggekocht wurde und die Bruehe deftig geworden ist, gewuerfelte Kartoffeln und rote Beete, geraspelten Weisskohl und das Angebratene (Schritt 2) in die (gemuese-) Bruehe dazugeben und kochen bis Kartoffeln weichgeworden sind.
Fertig! Beim Servieren einen Essloeffel Schmand (bei Vegan nicht!) in den Teller dazugeben dazugeben. Brot und Vodka dazu sind optional aber empfohlen.
1 Wenn man ein ganzes Hahn fuer die Bruehe verwendet handelt es sich um ein Zarenborsch.

Montags Mischmasch

Hallo liebe Leute, 

Vielleicht erinnert ihr euch daran, dass ich gestern geschrieben habe, dass ich es mit einigen Zutaten etwas übertieben habe (siehe Weekend-Feelgood-Food). Um genau zu sein hatte ich heute noch einen halben Topf Belugalinsen übrig. Hab ein paar davon pur genascht und was soll ich sagen… Verdammt lecker die Kleinen. 

Trotzdem habe ich mich nach der Arbeit (und nachdem ich die letzten Reste meiner gestrigen Kreation gefuttert habe), erstmal mit einem Stapel Kochzeitschriften auf der Couch verkrochen um herauszufinden, was ich so mit meinem schwarzen Gold anstallen kann. Nach einer Stunde und etwa 20 Zeitschriften war ich kein Stückchen weiter. 

Also ab in die Küche und schauen, was sie zu bieten hat. Erstmal: Reis kochen. Zwei TeileWasser mit einem Teil Reis mit etwas Salz aufkochen, den Herd runterschalten und warten bis das Wasser in den Reis verschwunden ist. Am Schluss etwas Butter rein. 

Nebenher Karotten schälen und zu Streifen verarbeiten ( ich habe gestern Gefallen daran gefunden).

Das alles passiert, während sich das Pokpok mit den neuen Medien anfreundet und versucht halbwegs schnell irgendwelche Whats App Nachrichten zu schreiben. Für alle die es noch nicht mitbekommen haben: jemand hat seine Technik Aversion aufgegeben und hat sich ein Smartphone besorgt. 

Ne, stimmt nicht. Jemand hat dem Kaninschen ein neues Handy besorgt und hat dafür das alte von ihm bekommen.

Ich schweife ab. Ich war bei den Karotten, dannkamen die Zwiebeln, eine halbe Paprika und ein kleiner Apfel dran (alles wurde zu kleinen Würfeln verarbeitet. Dann die Pfanne erhitzen, Butter rein und der Reihe nach Zwiebeln, Paprika,  Karotten, und Apfel reinwerfen. 


Ist euch eigentlich schon aufgefallen, wie oft ich das Wort Butter verwendet habe? Ich mag Butter. Nur ein Stück Butter scheint sich gestern vor mir versteckt zu haben. Ich hätte schwören können, dass ich noch ein Stückchen übrig hatte, aber ich konnte es heute nirgends finden. Wenn jemand Ideen hat, bitte meldet euch bei mir. Ich habe inzwischen schon Wahnvorstellungen, dass das Stückchen Butter seite Freunde zusammentrommelt und sie mich gemeinnsam in die Pfanne hauen… Und genüsslich dabei zusehen, wie ich (also vor allem der saftige Teil von mir, der ordentlich mit Fett durchwachsen ist) langsam dahinschmelze.

Oh, zum Thema, bevor ich durchdrehe: zum Gemüse kamen ein paar lustige Gewürze, die ich sonst nie zum Kochen verwende. Koriandersamen, Kardamon und Zimt. Dazu mein tolles geräuchertes Paprikapulver, Zitronensaft und Salz. Schliesslich  die Linsen, den Reis und einen (grossen) Schuss Sahne rein. Abschmecken und feststellen, das noch etwas saftiges fehlt. Mehr Zitrone und dazu etwas Worcestersauce rein. 

Diesmal habe ich das Foto noch vorm probieren gemacht. Da ich kein Grünzeug und auch keinen dickflüssige Balsamicoessig zu Hause hatte, habe ich eben meine Salsa Valentina genommen. Sieht zwar auf dem Bild halbwegs passabel aus, aber geschmacklich ist es nicht weiterzuempfehlen. Die Haselnüsse dagegen haben dem Ganzen noch etwas Biss gegeben. 

Und so sah das Ganze aus:


Nach dem ersten Test kann ich sagen: leckeres Allerlei. Etwas mehr Zitrone oder etwas anderes säuerliches hätte auch gut gepasst, aber insgesamt war es ganz ok. Ich möchte mich ja schliesslich nicht selbst loben, dass überlasse ich dann schon euch, falls irgendjemand unter den Followern dabei sein sollte, der tatsächlich mal etwas nachkochen möchte und sich nicht nur an meinem Gegacker erheitert. 
So, ich gehe jetzt schlafen. Gute Nacht und so long

Weekend-Feelgood-Food

Moin meine Handvoll Follower,

ich hab heute etwas gekocht, was so lecker war, dass ich das fotografieren musste. Bevor ihr nachfragt: ich hatte​ zum Zeitpunkt des Fotos schon die erste(n) Portion(en) gegessen, weshalb ich durchaus schon bewerten konnte, wie lecker es war. Da ich mich allerdings mal wieder absolut mit den Mengen der einzelnen Zuteten verkalkuliert habe, habe ich anschliessend einfach die Portion hübsch angerichtet, die ich morgen zur Arbeit mitnehmen werde (wenn sie bis dahin nicht auch schon in meinem Bauch verschwunden ist).

Da ich im Vorfeld nicht wissen konnte, dass ich so begeistert sein werde, gibt es auch keine Fotos des Tathergangs. Übrigens schaue ich parallel zum Schreiben auch Tatort, daher können die Begriffe eventuell etwas unpassend/verstörend sein. Begonnen hat mein Kochexperiment mit einer Spurensuche in meinem Küchenschrank. Neben Hirse, roten Linsen, braunen Linsen und Bohnen, gab es auch Belugalinsen, den Kaviar unter den Linsen. Diese habe ich dann Mittags mit Wasser ertränkt (aka aufgeweicht), bevor ich sie abends mit kochendem Wasser überbrüht habe. Zeitgleich mit den Linsen habe ich noch Spaghetti gekocht und eine Zwiebel kleingehackt. Anschliessend habe ich noch zwei grossen Möhren mit dem Sparschäler die Haut abgezogen und sie in schmale Steifen geschnitten. Die Zwiebelwürfel habe ich mit Öl in der Pfanne angebraten, die Möhrenstreifen dazugegeben und dann mit Salz, etwas Brühpulver und am Ende noch etwas Sahne (in meinem Fall laktosefrei) abgeschmeckt.

Am Ende alles gut vermischen und vorm Vernaschen noch etwas Zitronensaft drüber und mit Hüttenkäse servieren. Und so sah das Ganze dann am Ende aus:

Apfeltarte auf Blätterteig (aka „zweitbeste Sache der Welt“)

Es gibt Lebewesen mit einem sehr ausgeprägten Sinn für Kaffee. Mit einem solchen befand ich mich zuletzt in Konstanz. Just nach dem Mittagessen erschnüffelte dieses Wesen ein Biocafé und lief ohne ein Wort zu sagen hin, während es den Geldbeutel zückte. Es bestellte den Kaffee mit den Worten „Kaffee! Die beste Sache auf der Welt“. Noch während aber der Kaffee in die Tasse lief, erweiterte das Kaninchen die Charts seiner Welt um einen weiteren Posten, nämlich ein Apfeltarte. Recht einfach gestaltet schmeckte es tatsächlich grossartig. Vielleicht sind die einfachsten Sachen wirklich die besten. Schon am nächsten Tag mussten wir in heimischen vier Wänden testen, ob dieses Tarte sich nachahmen lässt.

Zutaten:

  • 1 Packung Blätterteig aus dem Kühlregal
  • Ca. 700g Äpfel
  • Etwas Zucker
  • Etwas Butter
  • Etwas Zimt

Zubereitung:

Blätterteig ausrollen und mit einem runden Gefäss ausstechen. Die Größe ist frei wählbar – Erfahrung hat uns gezeigt, dass  Kreissdurchmesser von ca. 10cm am praktischsten beim Belegen un Essen ist. Die ausgstanzten Blätterteigkreise auf einem mit Backpapier ausgelegten Bachofenblech auslegen und mit einer Gabel oft Einstechen (gegen das Aufgehen des Blätterteigs beim Backen). 

 

Geschälte und entkernte Äpfel in dünne Scheiben (evtl. mit einer Reibe) schneiden und großzügig auf den Blätterteigkreisen verteilen. Abhängig von der vorhandenen Zeit und Geduld kann man darauf achten die Apfelscheiben in einem besonderen Muster zu legen. Wichtiger ist jedoch nicht zuviel vom Boden ohne Äpfel zu lassen.  

Mit zerlassener Butter bestreichen, Zucker und Zimt nach Geschmack draufstreuen und das Blech in den vorgeheizten Backofen(200 Grad Celsius Ober/Unterhitze) auf die mittlere Schiene schieben. Sobald die Böden goldbraun werden, ist die „zweitbeste Sache der Welt“ fertig. 

 

On my way to eat Trdelnik

Uiuiuu, es ist so weit. Ich sitze im Zug. Zum Zug. Zum Nachtzug um genau zu sein. Noch genauer: ich fahre gerade nach Zürich, um dort in den Nachtzug nach Prag zu steigen. Meine erste Fahrtmit dem Nachtzug. In ca 17 Stunden werde ich wahrscheinlich sehr glücklich aussteigen, entweder weil ich endlich raus bin, oder weil ich so erholt und ausgeschlafen ankomme. Nachdem es in den lezten Tagen anscheinend einen  grossen Feldversuch der offenen Psychiatrie gegeben hat, freue ich mich nun auf mein in beide Richtungen verlängertes Wochenende.
Die Fahrt werde ich nun nutzen, ein paar Berichte, die ich vor ein paar Monaten begonnen habe, zu Ende zu bringen. Naja, ich plane das zumindest so, wahrscheinlich wird daraus nichts. Jetzt freue ich mich erstmal auf das Umsteigen in Zürich. Da dort ein Weihnachtsmarkt mitten im Bahnhofsgebäude ist,   kann man sich schon sehr gut auf Prag einstimmen. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es in Zürich ein paar überdimensionierte Schmarotzki-Kunstwerke zu bestaunen. Ausserdem muss ich meinen Reiseproviant aufstocken. Ca 15 Stunden Fahrt,  von denen ich (hoffentlich) 8 Stunden schlafen werde, da reicht eine Scheibe Brot nicht aus. Und drei Orangen. Und ein paar geschälte Maronen. Und paar Kirschtomaten. Und ca ein Kilo Kartoffelstampf (Püree in der Schweiz). Und ein Schokoriegel. ICH KÖNNTE VERHUNGERN!!!
Und was meint ihr, wie traurig das Kaninchen dann wäre, wenn es am Freitag nach seinem Vortrag in die Air B’n B Wohnung kommt und da sitzt  nur ein ausgemergeltes Skelett. Dat wäre nicht gut. So, an dieser Stelle kommt eine Pause (vom schreiben, nicht vom lesen) weil mir nichts geistreiches mehr zu dem Bericht einfällt. Fortsetzung siehe nächsen Absatz. Bis dahin esse ich wohl den Schokoriegel.
So, meine Vorräte sind aufgestockt. Zwei Bürli, ein Schoggi-Gipfeli und einen Multivitaminsaft sind dabei rausgekommen. Dafür habe ich, seit i h im Zug sitze, schon meine Scheibe Brot, mein belegtes Bürli und ein Drittel vom Stampf gegessen.  Zum aufenthalt in Zürich anbei der Swarowski-Baum und meine Gleisanzeige.

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Der Zug ist geräumig und noch nicht ausgelastet. Kann noch werden. Es gibt genug Zwischenhalte bei denen niemand aussteigt. Grosstes Problem: ich finde keine Steckdosen. Und ich habe nur das Tablett als Bespaßung. Gleichzeitig brauch ich das um in Prag zurecht zu kommen. Mist. Hätte ich gewusst, dass es noch Züge ohne Steckdosen gibt, hätte ich 20% Akku nicht mit mässig interessanten Spiegelartikeln verdaddelt… oder mit diese  Text.

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So, die Nacht ist vorbei. Es ist neun Uhr und ich hatte gerade einen Kurzaufenthalt in Dresden. Fazit der Fahrt bis hier: lässt sich gut machen.soweit ich es mitbekommen habe, saß kein Alleinereisender neben jemand anders. Trotz einiger Zwischenhalte in der Nacht, als es etwas hektischer wurde, konnte man gut schlafen und bin erstaunlich fit. Seit Leipzig bin ich wach, also gegen 6:30, was für mich schon so etwas wie ausschlafen ist. In Dresden kamen wir gegen 8:10 an und es kam die Ansage, dass es um 9:07 weitergeht. Also erstmal raus aus dem Zug, durch den Bahnhof laufen zum Beine vertreten, im Lidl Handyguthaben und eine Pomelo kaufen. Als ich gerade den Laden verlassen hatte, reisst das Netz mit der Trageschlaufe. Um die Pomelo nicht im Arm durch die Gegend zu tragen, wollte ich sie zum Zug bringen. Ich konnte ihm nur noch hinterher sehen. Waahh!!! Pomelo und ich sind also ersmal zum Info Schalter und haben uns beruhigen lassen. Der Zug sei nur abgestellt worden, komme aber wieder. Pom und ich machten uns also wieder auf den Weg durch die Bahnhofsshops. Bilanz: direkt am Bahnhof ist Dresden morgens um 8:30 nicht sonderlich spektakulär. Dafür hab ich mir noch einen Reiseführer und einen Kaffee gekauft (dazu noch ein Franzbrötchen, für den Fall, dass man doch noch, mal Hunger bekommt.)

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Zurück im Zug habe ich dann festgestellt,  dass mein Wagen bis auf drei  Leutchen leer war. Wir sitzen nun also zu viert in diesem Wagen und fahren weiter. Ich weiss ja nicht, was dia anderen gezahlt haben, aber mein Ticket für 29€ trägt sicherlich nicht sonderlich zur Kostendeckung bei.  Ich beschwere mich nicht, sondern geniesse die Fahrt und vor allem die Aussicht.

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So, bin endlich in Prag angekommen, der Aufenhalt wird im nächsten Beitrag erwähnt.

Bis demnächst (oder auch viel später),
Euer Pokpok

Meine Premiere als (nicht) ernstzunehmende Food- Bloggerin – ODER – How to make… a herbal infusion

Hallo zusammen,

Es wird mal wieder Zeit, etwas auf dem Pokpok Blog zu veröffentlichen. Der Fuchs, ein treuer Follower und Fan, hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich:
a) schon sehr lange nichts geschrieben habe und
b) bisher noch nichts geschrieben habe, was darauf schließen lässt, dass dies ein Foodblog sein soll.

Um ehrlich zu sein, liegt die Schreibhemmung (S) weniger am Nicht-Wollen (W), als eher an der Summe anderer  Faktoren. Ich versuche diese mal zu parametrisieren (ein Wort, dass ich heute gelernt habe):
Zeitmangel (Z): nicht nur relativ, sondern absolut. Durch das ganze Gependel morgens und Abends plus der momentan übermäßigen Arbeit, komme ich nicht nur nicht zum Bloggen, sondern auch nicht zum Kochen
Unfähigkeit (u): falls ich denn mal koche, bin ich unfähig, zusätzlich währenddessen auch noch Fotos zu machen und das Essen nicht anzubrennen.
Erzählweise (e): Noch dazu werden Blogbeiträge ohne Fotos nicht gelesen, besonders dann nicht, wenn der Blogger eine sehr ausschweifende Erzählweise hat und ein riesiger, langatmiger Blocktext entsteht.
Volatilität der Muse (V): Selbst wenn mich mal die Muse küsst und ich anfange etwas zu schreiben (über nicht essens-relevante Themen und i. d. R. bilderlose Mammut-Texte), ich diese Beiträge nie im gleichen Tag fertig bekomme. Am nächsten Tag ist die Muse dann weg und die Texte warten halb abgeschlossen darauf, auch mal in die Öffentlichkeit zu gelangen.

Dies führt zu folgender Formel:
S=Z*u +e^V

Mein besorgter Follower hat mich nun gebeten trotz allem diverse Rezepte online zu stellen. Auf meine Einwände und meine Ankündigung,  dass sich schon Gast-Blogger gemeldet haben um ihre Erfahrungen auf dem Pokpok-Blog zu teilen,  hat der Follower insistiert, dass ein Beitrag meinerseits trotzdem notwendig wäre, selbst wenn dies nur mit der Absicht geschehen würde, anzukündigen, dass es Gast-Beiträge geben wird (wurde hiermit offiziell gemacht).

Da ich nun schon soweit gekommen bin und so viel geschrieben habe, werde ich dem Fuchs nun noch den weiteren Gefallen erfüllen: ich werde den Bann brechen, indem ich mein erstes Rezept (inkl. Bilder der Zubereitung) online stelle, welches zum Allgemeinwissen gehört und das auch jeder Laie ohne großen Aufwand selbst nachkochen kann:

How to make… a herbal infusion:
Jeder, der schonmal einen Kräutertee kochen wollte, aber nicht wusste, wie dies geht, kann nun hier die Grundlagen lernen. Dazu braucht ihr:

– Wasser
– einen Beutel Kräutertee (alternativ gehen auch frische oder getrocknete Kräuter)

Der erste Schritt beim Tee kochen ist das Wasser kochen. Ich nehme dafür einen Wasserkocher und schalte ihn ein, aber mit einem funktionierenden Herd und einem Topf (in den das Wasser gegeben wird) ist ein vergleichbares Ergebnis (kochendes Wasser) zu erreichen.

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Parallel dazu wird der Teebeutel ausgepackt und in die Tasse gehängt.

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Anschließend wird das kochende Wasser zum Teebeutel in die Tasse gegossen:

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Das Ergebnis dieser Arbeit möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:

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Der so gewonnene Teesud kann ganz nach Geschmack mit Zucker, Honig oder Kandiszucker nachgewürzt werden.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen. Falls es nicht auf Anhieb klappen sollte, lasst euch nicht entmutigen. Jeder hat mal klein angefangen und Übung macht den Meister.
Hinweis: Es gibt verschiedene Variationen dieses Rezepts. Für Früchtetee nimmt man getrocknete Früchte, die für die Verwendung im Früchtetee meist zusätzlich aromatisiert werden. Beim Schwarztee verwendet man die fermentierten und getrockneten Blätter des Teestrauchs und beim Grüntee nur die getrockneten Blätter des Teestrauchs. VORSICHT: bei allen Variationen für die man Blätter der Teepflanze verwendet, sollte man auf die Ziehzeit der Teebeutel und die Temperatur des Wassers achten. Da die Präferenzen stark voneinander abweichen,  kann man sich anfangs an den Angaben der Teepackung orientieren und damit experimentieren.

An dieser Stelle möchte ich mich gerne beim Hasen bedanken, ohne dessen Inspiration und seiner Hilfe beim Lampenhalten und Wassereingiessen ich dieses Rezept sicher nicht in dieser Qualität hätte posten können.

Vielen Dank für das Lesen. Ich freue mich auf eure Kommentare. 

Viele Grüsse,
Euer Pokpok

Last Day in New York 04.06.

Für den letzten ganzen Tag in New York hatten wir eigentlich nur einen grossen Plan: zum Whitney Museum gehen, anscheinend eine Institution in Sachen amerikanischer Kunst und erst vor kurzem in ein neues Gebäude umgezogen. Im ersten Teil der Reise (der mit dem New York Pass) haben wir es aus einem schlichten Grund nicht geschafft hinzugehen: jemand war überzeugt davon, dass es noch nicht eröffnet hat, sondern noch ein paar Wochen geschlossen wäre. Entsprechend haben wir dann nochmal 22 USD pro Person für den Eintritt gezahlt. Der Andrang war enorm. Es war ein normaler Donnerstag  Vormittag. Wir haben extra gefragt, ob es vielleicht ein Event oder so etwas wäre, aber anscheinend war das sogar einer der eher ruhigeren Tage. 
Als wir dann mal drin waren, ging es mit dem Gedränge weiter. Ich etwas angeschlagen und entsprechend habe ich ich nicht wirklich für die Bilder  begeistern können,  aber es waren auf jeden Fall interessante Werke dort, die man nicht unbedingt kennt, wenn man sich nicht explizit mit amerikanikscher Kunst beschäftigt.
Unter anderem gab es ein Bild mot dem Titel Before /After, bei dem die einen sagen die Frau sieht durch kleine Änderungen auf dem ersten Bild trauriger aus als auf dem zweiten, andere allerdings erkennen einfach eine Nasen OP mit grossen Unterschieden im Gesicht.

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Die Zirkusmanege fanden einige als zu trivial, allerdings war sie schon sehr liebevoll zusammengestellt.

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Und dann gab es noch diese Familie, bzw. Frauen verschiedener Generationen,  die mir gefallen haben.

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Im Hintergrund sieht man noch ein obligatorisches Werk von Jasper Jones, was ja in einem Museum für amerikanische Kunst nicht fehlen darf. Wenn ich auf dieser Reise gelernt habe einen Künstler den ich vorher noch nicht kannte zu benennen, dann ist es Jasper Jones. Wenn es in Museen eine grossformatige US Flagge gab mit verschiedenen Farben, Formen und Formaten, dann war es zu 95% ein Gemälde von Jasper Jones. Eigentlich war es immer von Ihm, aber ich wollte mich absichern, dass kekner ankommt und sagt: „du hast ja keine Ahnung von Kunst“ (was durchaus stimmt und wozu ich auch stehe) „es gibt von Blablablupp auch noch eine Flagge“ (was durchaus sein kann). Also sag ich mal 95% und alle die das lesen denken sich, ich wäre sich unglaublich bewandert in Sachen Kunst. Dabei bin ich nur eine Hochstaplerin.

  Was aber durchaus sehr beeindruckend war, war die Aussicht von den Terrassen der einzelnen Stockwerken. Man konnte die High Lane und den ganzen Meatpacker District von oben sehen. Die ganzen Bars und Wohnungen waren wirklich toll.

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Nach dem Museum sind wir ziemlich ziellos durch die Stadt geirrt und wollten eigentlich noch mal zum Time Square um das Gewusel zu sehen. Auf dem Weg dahin sind wir erst an einem Laden mit Elektrogeräten vorbeigekommen der aussah, als würde es einen Ausverkauf geben. Also haben wir und mit Aufladegeräten, Kopfhörern und einer neuen Tablet-Hülle (im stylischen New York Design) ausgestattet.

Von dort sind wir weitergegangen und an einem Park vorbeigekommen, auf dem viele Menschen erwartungsvoll herumsaßen. Bei genauerem hinsehen haben wjrfestgestellt, dass gerade eine grosse Bingo Runde im Gange war. Total entspannt.wir durften uns auch ein Brettchen schnappen und durchstarten. Gewonnen haben wir nichts, was die Theorie des Kaninchens über den Haufen werfen sollte, wonach ich aktuell alles gewinne, bei dem ich mitmache.

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Anschliessend sind wir weiter zum Times Square zum Lichter und Menschen begaffen bevor wir und in die Metro gesetzt haben um unser letztes Abendessen zu uns zu nehmen.

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Es gab noch einmlTacos, die wir uns von einem coolen Laden um die Ecke geholt haben. Dazu Pozole und Bohnen.

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So, es sieht aus, alswäre es das nun gewesen. Zumindest wenn ich den Bildern glauben kann. Nachdem ich den Abflugtag schon vor dem letzten Abend veröffentlicht habe, geht meine Dokumentation des USA Urlaubs hiermit recht unspektakulär zu Ende. Und das nur zwei Monate nachdem wir in der alten Welt gelandet sind.

Danke fürs Lesen. Jetzt kann ich dass Kapitel abschliessen und mich kürzeren Berichten widmen. Oder zumindest unzusammenhängenden Eingebungen meines Geistes. Wahrscheinlich wird es auch drauf hinauslaufen, dass die nächsten  Berichte (falls es welche geben sollte) vor allen weniger bunt sein werden.  Denn auch wenn die letzten zwei Monate seit ich wieder zurück bin abwechslungsreicher waren als das ganze letzte Jahr vor dem New York Urlaub, habe ich so gut wie nichts auf Fotos festgehalten.  Das bedeutet, dass ich nun auf der eine Seite mein Gedächtnis stärker trainieren muss und auf der anderen Seite lernen sollte, anschaulich genug zu schreiben, damit der Mangel an visuellen Reizen nicht weiter auffällt.

Oder ich lass es ganz bleiben. Ihr müsst euch hier wohl genauso überraschen lassen, wie ich mich selbst.

In diesem Sinne: bis bald?

Going back 5. -6.06.

Für den letzten Tag mit dem Rückflug hatten wir nichts geplant, wird am Ende eh immer stressiger als notwendig. 
Der Tag fing recht früh an. Die riesigen Dachfenster sind zwar tagsüber toll, aber wenn man schlafen will und die Sonne scheint, ist es ärgerlich. Morgens haben wir dann die Sachen wieder sortiert (was muss nach Bonn was nach Bischofszell) und gepackt. Zum späten Frühstück gab es zur Abwechslung mal ein Roastbeef Cheese Sandwich.  Das war auf jeden Fall die Sache, die wir in den zwei Wochen USA am meisten gegessen haben und die jeder, der für ein paar Tage in New York sein sollte probieren sollte. VORSICHT: wir waren zu zweit und in der Regel hat ein Hero (längliches Brot, das nach dem belegen durch geschnitten wird) gereicht um uns eine Zeit lang zu sättigen. Wenn man allein ist, würde man als Mensch mit europäischem Magen wohl auch mit einem Roll (rundes Brötchen) glücklich werden.

Nach, bzw. während des Essens sind wir planlos durch Brooklyn gelaufen. Der Besizer der Wohnung hatte uns mitgeteit, dass wir zwar die Sachen in der Wohnung lassen dürfen, bis wir zum Flughafen müssen,  aber dass wir sie zur Seite räumen müssen, damit die Putzfrau die Wohnung für den nächsten Gast vorbereiten kann. Also wieder zurück zur Wohnung (vierter Stock eines ehemaligen Fabrikgebäudes mit seeehr hohen Decken). Nur der oberste Stock ist niedriger ausgefallen, da er direkt unterm Dach war.

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Die Idee war, noch knapp überei eine Stunde rumzulaufen, etwas zu essen oder zum essen mitzunehmen und ganz entspannt zum Flughafen zu fahren. In einem kleinen Deli/Grocery store gab es noch ein paar Kleinigkeiten für unterwegs und einen Cheesecake. Ich hatte zwar keine  Hunger, aber da ich schon im Vorfeld der Reise davon gesprochen hatte, dass ich in New York einen Cheesecake essen muss, hatte ich keine andere Option als ihn zu kaufen. Allerdings zum Mitnehmen mit der Idee, den Kuchen im Flughafen mit einem Kaffee zu essen.
Ca. 13:40 sind wir in einen kleinen Laden in der Nähe der Wohnung gegangen, um dann dort insgesamt 1h zu warten, bis wir schliesslich unser Essen bekommen haben. Zum Essen war nicht mehr viel Zeit, also haben wir den Burger mit Salat in 5 min reingeschaufelt. Die Stimmung war entsprechend gedämpft. 
Ca eine Stunde später als geplant saßen wir in der Metro. Dann mussten wir in den Airtrain umsteigen, der uns biszum entsprechenden Terminal fahren sollte. EIGENTLICH.  Denn der fuhr nur eine Station, dann durften alle aussteigen und in einen Bus einsteigen, welches dann die normale Strasse mit Ampeln und Verkehr nehmen musste. Das Check in ging zwar recht schnell, aber da die Personenkontrolle ewig ging, blieben mir nur noch ein paar Minuten um mich vom Hasen zu verabschieden, bevor er in das Flugzeug nach Amsterdam steige  musste. Ich hatte danach noch zwei Stunden allein am Flughafen und hatte gehofft, dass ich am Flughafen noch irgendwo Postkarten finden würde. Was man eben so am letzten Tag vom Urlaub immer hofft, wenn man es nicht schafft Karten regulär zu kaufen und zu schreiben. Am New Yorker J. F. K. Flughafen finden sich tatsächlich Karten zu kaufen. Für besondere Anlässe wie Geburt, Hochzeit, Jubiläum und auch mit lustigen Motiven wie Katzen, Comic und Fotos. ABER MAN BEKOMMT KEINE KARTEN VON NEW YORK. Die gekauften Briefmarken kommen in meine Sammlung im Geldbeutel, in der sich schon ungestempelte Briefmarken von Griechenland,  Belgien, Frankreich,  Spanien und Italien befinden…. the same procedure as every year.
Anbei noch das Foto eines Automaten am Flughafen:

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Im Flugzeug dann ein schöner neuer Service von Delta Airlines: „Liebe Fluggäste, wir habe  ein Handy gefunden, wenn sie kein Handy haben, lassen Sie es mich wissen.“
Ich habe keins bekommen, lag wahrscheinlich daran, dass ich schon eins habe.
Die Ansage kam ca 5 Minuten lang. Irgendwann ist ihnen noch eingefallen,  zu erwähnen,  dass das Handy MIT Ladekabel in der Wartezone IM Flughafen lag.  Als ob nicht auch Passagiere anderer Flüge sich irgendwo hinsetzen, wo eine Steckdose frei ist. Dann sind sie noch mit Telefon in der Hand durch die Gänge gelaufen um zu sehen, ob nicht jemand so aussieht wie das Bildschimbild. Wegen eines Telefons, das niemanden gehört und das jemand verzweifelt wir Flughafengebäude vermissen könnte, sind wir ein paar Minuten später als geplant gestartet.

Um 10Uhr morgens am Samstag war ich dann auch mal am Gepäckband in Zürich.

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Aber da mein Anschluss Zug nach Bischofszell Samstags nur stündlich fährt, durfte ich noch ewig in Weinfelden warten. War zwar super kaputt, aber dass Tolle war, dass wir New York im Nieselregen verlassen haben, in der Schweiz allerdings die Sonne scheint.

Nachtrag: ich habe am Samstag als ich heim gekommen bin extra meinen Wecker gestellt, um tagsüber nicht mehr als eine Stunde zu schlafen (Jetlag – Prophylaxe). Allerdings hatte ich nicht daran gedacht,  mir für Sonntag einen Wecker zu stellen, weshalb ich erst nach 14 Stunden Schlaf aufgewacht bin.

Brooklyn Bushwick 02.06. -03.06.

Nachdem wir im Bus schon mit den Worten „die Fahrt wird wegen des gestrigen  Sturms voraussichtlich länger dauern als geplant…“ und „bleiben Sie während der Fahrt auf ihren Sitzen, auch wenn auf der einen Seite, wie gestern passiert; ein paar 100m weiter ein Tornado zu sehen ist…“  begrüsst wurden hatten wir schon mit allem gerechnet, aber die Fahrt war ruhig und wir waren voll in der Zeit. Das hatte zur Folge, dass wir bei strömendem Regen in New York ankamen und dann in Brooklyn noch über 2,5 h hatten, bis wir uns mit dem Wohnungsmieter treffen konnten. Hunger, nass und wir wollten uns irgendwo reinsetzen, wo wir unsere Rucksäcke auf den Boden stellen konnten. Wir fanden die Bizarre Bar, wo es aufgrund der Uhrzeit nur eine extrem abgespeckte Karte gab. Dafür Happy Hour wodurch die Burger im Angebot mit einem Bier waren. Also zwei Burger (medium rare fürs Pokpok und well done für den Bunny) und zwei Bier bestellt. Dabei mit der Kellnerin gesprochen, und rausgefunden, dass sie in der Bar auch Michelada hatten, weshalb ich das auch noch bestellen musste. Der ahnungslose Leser wird hier vielleicht fragen: „Miche-was?“. Kurze Erklärung: Mexikanisches Bier mit Limettensaft, Salsa Valentina, Salz und Maggi. Für mich ein absolutes Highlight und der Geschmack nach Mexiko.

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Ergebnis des Nachmittags:
1.     der Hase hat festgestellt, dass ein Burger medium rare besser schmeckt als well done.
2.     Das Pokpok hat mal wieder festgestellt, dass es nicht wirklich viel Alkohol verträgt.
3.     Der Mieter hat festgestellt, dass das Pokpok recht viel plappert, wenn es angeheitert war (nach etwa einem halben Bier und einer Michelada innerhalb von 2 h)

In der Bar haben wir ausserdem gesehen, dass sie an jedem Tag der Woche ein anderes Programm haben. Dienstags: Burlesque. Auf unsere Frage wann die Veranstaltungen immer beginnen hat sie gemeint um neun und „You should come tonight. It is going to be a great show. In the end almost everybody is going to be naked.“

Der Mieter war komisch und hat kaum gesprochen, kein Wunder musst ich umso mehr plappern. Er hat sich in das eine Sofa geworfen beide Hände auf die Lehne und abgewartet was wir zu sagen haben, anstatt von selbst etwas zur Wohnund oder der Gegend zu erzählen. Die Wohnung war cool, auch wenn sie auf den online Bildern um einiges grösser gewirkt hat.
Nachdem wir uns etwas ausgeruht und erfrischt haben, sind wir dann zurück zur Bizzare Bar. Die war richtig voll und die Leute voller Erwartungen. Die Show war schon sehr cool und vor allem außergewöhnlich.  Wer bei bei BurlesqueTanz an sexy Frauen a la Dita von Theese denkt wird dort eines besseren belehrt: Es traten fast soviele Männer wie Frauen auf und das Theam des Abends waren Clowns. Das heisst alle Personen die auftraten haben einen Clown gespielt, wobei die Figuren oft eher traurig waren aber das Ganze doch lustig rübergebracht haben. Ein Zirkusdirektor hat durch die Show geführt, wobei er einen undefinierbaren Dialekt verwendet hat, der entfernt ans Französische angeleht war. Ab und zu kam ein Bär herausgerannt und hat den Direktor gejagt. Getanzt hat eigentlich niemand, dafür hatten einige lustige Kostüme an. Und so ziemlich niemand auf der Bühne hatte eine Model-Figur.
Fazit des Abends: absolut genial und auf jeden Fall weiter zu empfehlen.

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Wir hatten und eigentlich vorgenommen jeden Abend in Brooklyn in der Bizzare Bar zu verbringen, haben es dann aber doch nicht geschafft nochmal hinzugehen.

Am nächsten Tag wollten wir dann zum Brooklyn Museum. Laut Internet und Reiseführern wäre es so populär wie das Metropolitan Museum, wenn es auf Manhattan liegen würde. Die Metro Verbindung vom nördlichen zum südlichen Teil Brooklyns ist so schlecht, dass man erst nach Manhattan fahren, dort umsteigen und dann wieder zurück nach Brooklyn fahren müsste. Da wir uns eh die Gegend anschauen wollten und an den letzten Tagen auch etwas entspannter an die Sache rangingen, beschlossen wir zu laufen. Die Stadt ist echt unglaublich. Um von einer belebten bunten Strasse zu einer ruhigen Wohngegend zu kommen, muss man manchmal nur einmal abbiegen. Auf dem Weg haben wir uns mal wieder ein Roastbeef Cheese Sandwich geholt und geteilt. So cool, so lecker und so sättigend. Nach einem halben bin ich immer dermassen satt, dass ich mir nicht vorstellen kann, ein ganzes Sandwich auch nur annähernd zu schaffen.

Der Weg zum Museum war toll und interessant, das Museum hingegen recht enttäuschend. An der Kasse wird man darauf hingewiesen, dass man soviel zahlen kann wie man möchte und das 16 USD/ pP als Empfehlung gilt. Wie viel wären wir bereit zu zahlen? Gut, zahlen wir 16 USD… Gibt es einen Audioguide zum Museum? Nein. Gibt es denn einen Übersichtsplan zum Museum um zu sehen, wie alles aufgebaut ist? Auch nicht. Dafür wurden aber an jeder Ecke Flyer verteilt, damit man Mitglied wird beim Museumsverein.
Das Museum war vor allem anstrengend und konfus. Sehr viele unzusammenhängende Themen wurden angeschnitten, Sachen aus verschiedenen Zeiten zusammengeworfen, Wände überladen und die Leute die Museumswärter waren absolut uninteressiert und überfordert. Nachdem wir in Washington mit Museumswärtern zu tun hatten, die dermassen motiviert waren und uns von sich aus noch Tipps gegeben haben, was wir uns unbedingt noch anschauen sollten und welche Räume zu Unrecht unterschätzt wurden, hatte man im Brooklyn das Gefühl, dass die Wärter der Räume teilweise keine Ahnung hatten, was sie dort zu suchen hatten. Der interessanteste Raum war eine Art Einblick in ein Museums Archiv,  in dem alles gelagert wird, wofür es sonst keinen keinen Platz gibt.

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Beim Rausgehen fühlt man sich einfach nur erschlagen, kann sich durch die Konzeptlosigkeit nur an wenig erinnern.

Wir gingen dann Richtung Grand Army Plaza, weil eine Frau in der Metro uns das empfohlen hatte und haben dort einen Kaffee getrunken, bevor wir nach Manhattan gefahren sind. Wir wollten zwar noch zum neuen Whitney Museum, sind aber wegen der Metroverbindung erst noch zum World Trade Center und anschliessend zur Wall Street. Nur den Stier haben wir nirgends gefunden, wobei es natürlich sein kann, dass wir schlecht gesucht haben.

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Als wir dort waren hat es sich auch nicht mehr gelohnt zum Whitney zu gehen. Also sind wir zum Hafen gelaufen und dort in die Fähre nach Staten Island zu fahren. Die Fähre ist umsonst und eine nette Abwechslung. Von Staten Island haben wir leider nicht so viel gesehen, nur kurz am Baseballstadion vorbei.

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Dafür haben wir festgestellt, dass in der Umgebung nirgends eine Toilette zu finden ist. auf der Fähre und an der Anlegestelle in Staten Island waren sie geschlossen, und ansonsten war weit und breit alles geschlossen oder in den kleinen Imbissen gab es nichts. Vielleicht haben wir auch in der falschen Ecke gesucht, aber da hatten wir schon keine Lust mehr weiterzusuchen und sind anschliessend wieder mit der nächsten Fähre zurück. Und siehe da, auf dieser Fähre fanden wir dann auch ein stilles Örtchen, wodurch der restliche Tag gerettet war.

Sind dann noch ein bisschen in Manhattan herumgeschlendert und dann nach Williamsburg in Brooklyn gefahren, da dort der neue Trendplatz für alle Hipster, Künstler und Alternative sein soll. Sind auf dem Weg an einigen coolen Läden vorbeigekommen, aber war alles eher noch ruhig.

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Wahrscheinlich hilft es hier auch einfach mit jemanden da zu sein, der sich auskennt und einem sagen kann, wo man unbedingt rein muss. Waren auch ziemlich müde von dem Tag um uns gross rumzufragen, deshalb sind wir einfach Richtung Bushwick zu unserer Wohnung gelaufen. Auf dem Weg noch an einigen kleinen Bio Supermärkten rein. Der Hase hatte den Reiscracker vom Whole Foods nicht vergessen können. Wir waren auf der Suche danach tagsüber schon in einem Whole Foods, aber leider hatten sie die dort nicht. Und auch alle anderen Läden in die wir gingen hatten so etwas nicht. Dafür hatten wir dort die Idee, an dem Tag mal etwas selbst zu Hause zu essen. Um nicht die obligatorische Wassermelone zu weit tragen zu müssen, haben wir unseren Einkauf im Food Bazar bei uns in der Nähe gemacht. Der Food Bazar hat sich als riesiger Ramschladen herausgestellt. Haben uns eine Packung Toast, eine Dose Spam, Käse und Hummus besorgt und oben drauf gab es noch eine Wassermelone und ein paar Grapefruits.

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Während ich Toast aus der Pfanne mit geschmolzenem Käse und angebratenem Spam zubereitet habe, hat der Hase mit dem überdimensionierten Fernseher gekämpft. An dem Abend wären wir wohl einfach mit ein bisschen Zapping und einer Sendung auf dem Food Chanel glücklich geworden. Aber nein, wir mussten uns erst entscheiden, ob wir etwas über Netflix,  Showtime oder HBO sehen wollten und uns dann durch die verschiedenen Angebote klicken. Haben dann angefangen „the house of flying daggers“ oder so,  einen chinesischen Material Art Film anzusehen, nur leider war der auf chinesisch… ohne Untertitel. Wir haben ca eine Viertel Stunde fasziniert zugesehen, bevor wir den Fernseher überlisten konnten und wir es geschafft haben herauszufinden, auf welcher Ebene der Programme man die Untertitel einstellen konnten.

Heureka!  Die nächsten zwei Stunden waren dann um einiges interessanter 🙂

Washington by bike (Sonntag 31.05. – 02.06.)

Am zweiten Tag in Washington sind wir relativ früh aufgestanden. In die Wohnung würden wir erst am Abend gehen, daher blieben die im Hotel. Also raus aus dem Haus und in den ersten Bagel und Breakfast Laden rein. War ein kleiner Eckladen und so überfüllt, dass wir davon ausgingen, dass es gut sein wird. War zwar ok, aber auch vor allem fettig. Mit Eiern, Hash Browns und Bagel. Überfüllt sind wir anschliessend Richtung Metro gerollt, nur um 100 m weiter einen kleinen Farmers Markt zu entdecken. Und zwar keiner, der wöchentlich stattfindet, sondern ein kleiner Stadtteil Markt, bei dem das Viertel sich selbst gefeiert hat.

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Waaaah. Die hatten so tolle Sachen. Selbstgemachtes Eis, Kuchen, Brotaufstriche, Gemüse, Brot und vieles vieles mehr. Ich war so satt und dem Hasen ging es nicht so gut, deshalb habe ich mich auf Fotos konzentriert. Nur habe ich verplantes Ding es geschafft, so rumzuzappeln, dass meine Sonnenbrille mir vom Kopf gerutscht ist. Mit meinen katzenhaften Reflexen habe ich es zwar geschafft sie in der Luft zu fangen, dabei ist allerdings mein Tablet auf den Boden gefallen. Und trotz Hülle sieht die eine Ecke jetzt nicht mehr so gut aus.
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Bevor wir den Markt schweren Herzens verlassen haben, haben ich noch ein Strawberry Bread (ähnlich Muffin) gekauft. So ein Satt-Gefühl hält ja auch nicht ewig und dann muss man vorbereitet sein.

Auf dem Weg zur Metro kamen wir an einem Fahrradstand vorbei. Und haben uns bei dem tollen Wetter spontan entschlossen die Stadträder zu nehmen. Preis 8 USD Miete für 24 h. Trips von 30 Minuten sind umsonst und man darf so viele Trips innerhalb der Mietzeit machen, wie man will. Kommt man mal über 30 min, muss man nochmal 6 USD pro Rad zahlen. Sehr coole Sache, wenn man weiss, wo die nächste Fahrräderstation sind, an denen man das Fahrrad abstellen kann. Und bei der Station müssen dann auch gerade noch zwei Plätze frei sein. An einem sonnigen Sonntag kann das in Washington schon schwierig werden. Beim ersten Museum, dass wir besuchen wollten haben wir die Räder zwar irgendwo abgestellt, sind dann aber auf der Suche nach dem Museum nochmal 45 min umhergeirrt. Irgendwie war das Pokpok-Navi kaputt und war sich sicher, dass das Museum auf der falschen Strassenseite liegen soll. Nachdem wir total verwirrt einmal um die National Mall herumgelaufen sind, haben wir uns entschlossen, im Hirshhorn Museum für zeitgenössische und moderne Kunst zu starten, dort nach der eigentlichen Ausstellung nochmal genauso viel Zeit im Museumsshop zu verbringen und dann noch im angrenzenden Skulpturen Garten zu schlendern. Ein Hoch auf das verfressene Pokpok, dass in weiser Voraussicht das Strawberry Bread gekauft hat.

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Anschliessend ging es zum National Gallery of Art, wo es nicht nur tolle Bilder gab, sondern auch das Gebäude an sich auch sehr einladend war.

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. Leute gehen da teilweise einfach am Wochenende hin um die Ruhe zu geniessen oder ein Buch zu lesen. Das geht natürlich nur, weil der Eintritt zum Museum, genau wie zu allen die zum Smithsonian Institute gehören, kostenlos ist.

Nach der Kunst waren wir recht unschlüssig, was wir als nächstes sehen wollten. Also haben wir uns auf die Räder geschwungen und wollten die Stadt erkunden. Im Nachhinein war der geniale Plan am ersten Tag die grossen Sehenswürdigkeiten zu Fuss zu erkunden nicht unbedingt die klügste Idee gewesen. Mit den Fahrrädern sind wir die Strecke mehrmals gefahren und waren immer noch schneller. Auf unserer Tour haben wir diverse Helden und Präsidenten Monumente besucht oder eher zufällig gefunden. Washington ist so gepflastert mit bedeutenden Werken, dass es so gut wie unmöglich ist, an keinem Monumente vorbeizukommen. Am ehesten bleiben da nicht die grossen Figuren im Kopf, sondern die kleinen. Für Roosevelt gab es mehrere Wände mit Statuen. An der einen Seite war Eleanor alleine zu sehen, dann kam eine grosse Wand und erst auf der anderen Seite war Roosevelt mit einem kleinen Schnauzer an der Seite. Der Hund war witzig Eine angenehme Abwechslung zu all den bedeutungsschweren Sehenswürdigkeiten.

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Gegen Abend sind wir dann mit unserem Gepäck zum grossen Wohnhaus gekommen und mussten erst den Hausdrachen am Empfang meistern. Wir sollen uns doch bitte unten hinsetzen, bis der Mieter der Wohnung uns abholt, oder am Empfang anruft. Dafür war die Wohnung aber gigantisch. Riesiges Wohn- und Esszimmer mit gigantischem Fernseher und ein grosses Schlafzimmer. Und vor allem für den Hasen sehr wichtig: eine Kaffeemaschine in der Küche!!! Beim Rausgehen haben wir dann entdeckt, warum die Frau am Empfang so missmutig war. Sie war sich wohl der absoluten Sinnlosigkeit ihrer Aufgabe bewusst. An der Vorderseite des Hauses sitzt sie am grossen Empfang, und jeder der reinkommt muss entweder einen eigenen Schlüssel haben, oder ein Mieter muss bei der guten Frau anrufen damit sie einen durchlässt. Die Hintertür des Hauses hingegen, lässt sich hingegen nach Belieben öffnen und schliessen ohne das jemand dort kontrolliert.
Zum Abendessen ging es dann wieder nach Georgetown. Das Viertel war am Sonntag schon um einiges ruhiger als am Tag zuvor. Der Cupcake Laden hatte schon geschlossen und wir sind in einem Restaurant gelandet, in dem ich ein tolles (und vor allem grosses) Lamm Steak mit Oliven und getrockneten Tomaten gegessen habe und der Hase einen Teller voll Spare Ribs bekommen hat. Zur Vorspeise gab es noch für jeden einen Fisch Taco. So toll. Wir sind an dem Abend gut gesättigt nach Hause gerollt.

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Am nächsten Tag haben wir uns entschlossen erstmal die Waschmaschine zu nutzen um nicht wie in Philadelphia mit Handwäsche abzumühen. In der Zwischenzeit wollten wir zum Frühstück nach Georgtown um nicht den gleichen Fehler wie am Tag zuvor zu machen. Zehn nach zehn, also kurz nach Ladenöffnung standen wir im berühmten Cupcake-Laden und hatten nur ca 10 Leute vor uns. Nachdem wir drei Cupcakes gekauft haben ist uns klar geworden, dass wir eigentlich erstmal was herzhaftes brauchen. Also nochmal durch Georgtown gestiefelt, um festzustellen, dass die ganze coole Ecke zwar viel für den Abend bietet, aber eher wenig fürs Frühstück. Erst am absoluten Rand der Hipster Zone gab es etwas für uns. Nach Sandwich, Kaffee und O Saft war ich dann bereit, mich auf eine Parkbank zu setzen und mein Cupcake zu essen. Mächtig aber lecker.

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Dann heim zum Wäsche aufhängen. Der Plan für den Tag: keine Sehenswürdigkeiten und alles etwas entspannt angehen zu lassen…be water… in die Stadt fahren und ein bisschen in den Geschäfte umschauen. Eventuell neue Schuhe für den Hasen kaufen.
Wir waren in irgendeinem großen Kaufhaus, allerdings waren wir recht schnell übersättigt. Der ganze Aufbau des Gebäudes unterschied sich nicht nennenswert vom Kaufhof in Deutschland. Daher entschieden wir uns recht schnell, dass wir unsere Zeit anders sicher besser nutzen konnten. Einen Vorteil hatte der Abstecher ins Kaufhaus jedoch: wir sind so einem heftigen Gewitter entkommen.
Anschliessend sind wir nach China Town gefahren, um nach einigem Suchen einen Laden zu finden, indem es Dumplings gab. Nicht nur das! Die Dumplings wurden vorne neben dem Eingang frisch zubereitet. Der Laden sah von aussend nicht überragend gemütlich aus, eher wie ein typischer Imbis in China. Unx genauso hates geschmeckt. Entsprechend hingen im Lokal Kopien der Gastro-Kritiken der Washington Post und der New York Times in dutzenden an den Wänden.

Wieder hatten wir Glück und das Gewitter kam und ging während wir im Trockenen sassen. Die nächsten Räder mussten wir gut trocknen, bevor wir draufsteigen konnten. Next stop: Central Station zum Tickets kaufen für den nächsten Tag. Die Tickets hatten wir zwar recht schnell, aber während wir dort waren, gab es den nächsten sehr viel stärkeren Wolkenbruch. Also waren wir gefangen im Bahnhof und verbrachten die Zeit in den Bahnhofs-Einkaufsläden. Als wir weiterfahren konnten, wollten wir noch in einen grossen Supermarkt ein paar Strassen weiter von der Wohnung reingehen. Wenn wir uns nicht beidem Riesen Kreisverkehr am Bahnhof nicht für die falsche Abfahrt entschieden hätten, waren wir wohl auch trockenen Fussen angekommen. So hat es uns an einer Kreuzung so stark erwischt, dass wir innerhalb der einen Minute, die wir gebraucht haben die Räder wegzustellen, komplett durchgenässt waren. An dem Tag hatten wir unser Glück wohl zu sehr ausgereizt.
Nach einer Zwangspause im Café haben wir es zwar zum Supermarkt geschafft, allerdings waren wir nass wodurch einem durch die Klimaanlage noch kälter war. Anstatt also fasziniert durch die Gänge zu flanieren war das Ziel, nur schnell ein bisschen einzukaufen und dann heim zu gehen.

Am nämlich Tag (Dienstag 2.06.) haben wir dann ganz entspannt unsere Sachen zusammengepackt und sind mit der Metro zum Bahnhof / Busbahnhof. Wir hatten gesagt, wir frühstücken auf dem Weg zur Haltestelle, aber hatten nichts tolles gefunden. Direkt oberhalb der Metro Haltestelle haben wir einen Laden gefunden, an dem es Sandwiches hatte und wir nahmen uns etwas zum mitnehmen mit was sich beim Essen als winzig herausstellte.

In der Schlange zum Bus sass ich schon ganz panisch, dass ich in 4,5 h Fahrt verhungern würde, aber wir haben es beide überlebt.